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Geschichte der Hubschrauber

Geschichte der Hubschrauber

Wie alles begann...

Die Idee eines Fluggerätes mit Rotor stammt eigentlich aus der Natur. Der Ahorn-Samen dreht sich im Wind schnell und fliegt davon - das Prinzip eines Hubschraubers.

In China wurde im 4. Jahrhundert vor Christus ein Kinderspielzeug benutzt, das einem Hubschrauber ähnelt. 

Auch der geniale Künstler und Erfinder Leonardo Da Vinci hatte unabhängig davon 1483 die Idee eines Hubschraubers, der Flugspirale. Leider fehlte damals das Material für den Antrieb.

Im Laufe der Jahre versuchten sich Lomonosov bis Thomas Edison an einem Fluggerät, das senkrecht aufsteigt.

Jedoch gelang erst 1907 der erste Versuch. Ziemlich zeitgleich hoben die Gebrüder Louis und Jacques Breguet und Paul Cornu für einige Sekunden mit ihrem Fluggerät vom Boden ab. Zuverlässiger war da schon Étienne Oehmichen im Jahr 1922 mit seinem Senkrechtstarter.

1923 entwickelte Juan de la Cierva den Autogiro, bzw. Tragschrauber. Der Rotor des Dehflüglers wurde dabei stabilisiert.  

1924 wurde in Spanien eine Steuerung erfunden und die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 13 km/h gesteigert.

Der Spanier Juan de la Cierva experimentierte bis zu seinem Unfalltod im Jahr 1936 mit den sogenannten Autogyros. Der Unterschied zum Helikopter liegt darin, dass beim Autogyro der Rotor nicht durch einen Motor, sondern durch die Vorwärtsbewegung in Drehung gebracht wird. Dies hat den Nachteil, dass weder der senkrechte Start, noch die senkrechte Landung möglich sind.

Längere Flüge gelangen in den 30er Jahren Louis Charles Breguet und René Dorand mit dem Gyroplane-Laboratoire.

Hanna Reitsch präsentierte in Berlin den ersten echten einsetzbaren Helikopter Focke-Wulf Fw 61 mit einer verbesserten Steuerung und einem präzisen Flug. Es wurden aber nur zwei Exemplare gebaut.

In Serie ging 1941 erstmalig die deutsche Focke-Achgelis Fa 223 und 1943 die amerikanische Flettner Fl 282. Sikorsky entwickelte kurze Zeit später den ersten Hubschrauber mit nur einem Rotor. Die US-Army unterstützte die Entwicklung massiv. Aus der Zeit stammt die heute übliche Bauform mit einem Hauptrotor und einem senkrecht angeordneten Heckrotor.

Der erste Transatlantikflug fand 1952 mit einer Flugzeit von 52 Stunden, jedoch mit mehreren Zwischenlandungen statt.

1955 entstand in Frankreich der Alouette II. Er war der erste Helikopter mit dem heute am häufigsten verwendeten Gasturbinenantrieb.

Mit 16000 Geräten ist die Bell 204 der meistgebaute Hubschrauber. Der Erste wurde 1956 gebaut. Die Sowjetunion startet 1968 mit seiner Mi-12 Baureihe. Die Hubschrauber hatten fast 200 Passagierplätze.

Ein Kampfhubscharuber mit Tarnkappenfunktion wurde ab 1983 gebaut, wurde jedoch angeblich nie beendet.

Das Militär war an der ständigen Weiterentwicklung interessiert. Auf dem zivilen Sektor nutzen Hubschrauber vor allem zum Einsatz in unzugänglichen Regionen, z.B. zur Rettung von Lawinenopfern.

Heutzutage werden auch Hubschraubermodelle eingesetzt, z.B. für Kamerafahrten in Filmen.

Die Unfallgefahr ist relativ gering. Auf 20.000 Flüge kommt etwa ein Absturz (im Vergleich zu Flugzeugen etwa 5 mal höher), wobei menschliches Versagen der Hauptgrund darstellt und die Gefahren eher in für den Piloten unbekannten Gebieten liegen.

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Heli-Lexikon


Avionic - Oberbegriff für alle Sicht-, und Navigationssysteme
AWACS - Flugzeuggestütztes Warn- und Leitsystem
BGS - Bundesgrenzschutz
CHPL - Berufshubschrauberführer- lizenz
CPG - Copilot/Gunner
Doppler- Elektrogerät zur Bestimmung von Kurs und Geschwindigkeit
EADS - Europas größtes Unternehmen für Luft- und Raumfahrt
Elastomerlager - Rotorkopflager für Schwingungsbewegungen
Eurocopter - Gesellschaft von EADS
Fenestron - Ummantelter geräuschreduzierter Heckrotor von Eurocopter mit doppeltem Durchmesser
FLIR - vorwärtsgerichtetes Infrarotgerät zur Nachtsicht
Fly-by-wire - System zur elektrischen hydraulischen Steuerung
Fly-by-light - System zur Steuerung per Licht-Datenübertragung über Glasfaserkabel
Fuß - englisches Längenmaß 30,48cm
GPNS- satellitengestütztes Navigationssystem
GPS - satellitengestütztes Navigationssystem
Hangar - große Halle zur Unterbringung und Wartung von Flugzeugen
Helipad/ Heliport - internationale Bezeichnung für Hubschrauberflugplätze
Hellas - Laserradar, erkennt Drahthindernisse wie Stromleitungen
HLH - Schwerlasthubschrauber
IGE - In-ground-Effect ist der Luftkissen-Bodeneffekt in 50 Fuß-Höhe
IHADSS - Integriertes Helm- und Schirm-Sichtsystem
Infrarot (IR) - langwellige Strahlen des Lichtes

Knoten - ca. 1,852 km/h
kW - Antriebsstärke Kilowatt 1 kW = 1,3596 PS
LTH - leichter Transporthubschrauber
Mach - Fluggeschwindigkeit im Verhältnis zur Schallgeschwindigkeit, Mach 1 = 1224 km/h
MFD - Multi-Funktions-Anzeige im Cockpit
Nachtsichtgeräte - Geräte zum Sehen in der Dunkelheit
Notar - No Tail Rotor zum Drehmomentausgleich
NVG - Night Vision Goggles ist eine am Helm montierte Nachtsichtbrille
OGE - ohne Bodeneffekt
PHPL - Privathubschrauberführer- lizenz
PNVS - Nachtsichtsystem in Verbindung mit TADS
RWR - Radarwarnemfpänger
SAR - Such- und Rettungsdienst
Seemeile - Maßeinheit für 1,852 km
SHP - Shafthorsepower, Wellen-PS
SHS - Schulungshubschrauber
Stealth - Reduzierung der Radarrück- strahlfläche, um den Hubschrauber schwerer orten zu können.
Take Off - Start eines Hubschraubers
THC - Training Helicopter
Twin-Pac - platzsparende Antriebsart, die aus zwei Turbinen besteht
WOD - Windgeschwindigkeit an Deck
WPS - Leistung an der Welle in PS

 
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